Ode an den Wein

Schon Goethe wusste:

Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.

Er ging sogar noch weiter, der gute Mann, und befand das Leben als nicht lebenswert, fehlte der Wein (und die Frauen):

Ohne Wein und ohne Weiber
hol’ der Teufel unsre Leiber.

Der Gedanke war nicht neu, schon Euripides sah im Wein ein Lebenselixier:

Wo aber der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens.

Dass Schriftsteller und Philosophen dies so sehen, ist nicht verwunderlich, sieht man sich doch oft auf Bildern mit einem Glas Wein (und einer Zigarre) über die nächsten Zeilen sinnieren, oft scheint es, dass der Wein ein die Kreativität stimulierendes Getränk sei. Shakespeare sagte dazu (wohl nicht ganz in dem Wortlaut, sicher aber sinngemäss):

Der Wein steigt in das Gehirn, macht es sinnig,
schnell und erfinderisch,
voll von feurigen und schönen Bildern.

Allerdings hilft er nicht nur beim Erfinden, er scheint auch die wahre Natur des Trinkenden offenzulegen, wie schon alten Lateiner wussten:

In vino veritas

Schiller blies ins gleiche Horn:

Der Wein erfindet nichts, er schwatzt’s nur aus.

So oder so darf man sagen, dass Wein ein wunderbares Getränk ist, das mit Genuss getrunken so manchen Moment veredeln kann. Deswegen schliesse ich mit Plutarch:

Der Wein ist unter den Getränken das Nützlichste, unter den Arzneien das Schmackhafteste, unter den Nahrungsmitteln das Angenehmste.

2 Gedanken zu “Ode an den Wein

    • Zuerst ist Wein für mich in der Tat ein Kulturgut, ein Genussmittel. Aber ja, er hat durchaus seine Wirkung, deretwegen über Jahrtausende hinweg auch (unter anderem) angebaut und genossen wurde. Dass diese der Kreativität förderlich sein kann, ist nicht neu. Ihn nur als Mittel zum Zweck zu sehen, wäre aber in meinen Augen schade.

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